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Sport / Lifestyle

Im Jahre 2002 wurde von Dr. Frank Sommer, Urologe an der Uniklinik Köln, auf dem Kongress für Sportmedizin in Rothenburg an der Fulda eine Studie mit 101 Männern vorgestellt. 51 von 101 Männern fuhren mit ihrem Rad mehr als 20.000 Kilometer im Jahr.  Bei den anderen 50 Männern, in der Kontrollgruppe, durfte das wöchentliche Sportpensum dagegen nicht länger als 2,5 Stunden sein.
Untersucht wurden dann die Skrotal- und die Umgebungstemperatur, sowie die Spermienqualität.
180 Minuten lang traten die Radfahrer in die Pedale, um sich dann alle 20 Minuten die Temperatur messen zu lassen.  Die Temperatur bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe wurde schon nach 20-minütigem Stehen ermittelt. Regelmäßiger Sport ist demnach nicht nur gesund, sondern dient auch positiv der Fruchtbarkeit bzw. erfülltem Kinderwunsch. Die beim Sport angeregte Produktion von Testosteron, wirkt sich wiederum auch sehr positiv auf die Produktion der Spermien aus.

Zuviel ist ungesund, gilt aber auch beim Sport: Zu einer Verminderung der Spermienproduktion und der Testosteronwerte kommt es bei extrem ausgeführtem Ausdauertraining. Abhilfe kann hier jedoch eine Erhöhung der Trainingsintensität in kürzeren Intervallen (max. 90 Minuten) schaffen.

Spermienqualität und Sport
 
Unerfüllter Kinderwunsch und Sport


Als negativer Faktor für die männliche Fruchtbarkeit wird häufig das Rennradfahren aufgrund der ungünstigen Position auf dem Rennsattel benannt. Dass diese Befürchtungen den “Mythen” zugeordnet werden kann, zeigt jedoch hierzu eine Untersuchung an: ein negativer Effekt höherer Skrotaltemperaturen auf die Spermien-Qualität war in früheren Studien beobachtet worden. 
Durchschnittlich erwärmte sich das Skrotum der Radler, nach 180 Min. im Sattel, von 33,3° C auf 36,6° C. Aber die Untersuchung bewies, dass das Volumen, Konzentration, Morphologie und Motilität ihres Spermas war nicht signifikant schlechter als das der Kontrollpersonen war. Im Schnitt lag die Skrotaltemperatur der Kontrolle bei 33,4° C.

Die negativen Auswirkungen von anabolen Stereoiden auf die Spermienproduktion, sind mit Sicherheit ein Faktum und kein Mythos! Man muss damit rechnen, dass die Spermienproduktion vollständig zu Erliegen kommt, wenn man seinen Muskelaufbau durch solche meist testosteronhaltigen Mittel beschleunigen will. Die Nachricht, dass sich die Spermienproduktion nach Absetzen der Medikamente meist erholt, dürfte beruhigend für alle Bodybuilder sein.

 
 
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