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Verschlossene Eileiter

Wenn der Transport der Eizelle nach dem Eisprung auf dem Weg zur Gebärmutter behindert wird, kann keine Schwangerschaft entstehen. Dünne und stark geschlängelte Eileiter haben meist zu filigrane Muskeln in ihrer Wand, was wiederum die Pumpbewegung erschwert, mit der normalerweise die Eizelle in die Gebärmutter geschoben wird.
Verengte und muskelschwache Eileiter sind angeboren, während Verklebungen als Folge von Eierstock- und Eileiterentzündungen (mit Chlamydien und Gonorrhoe als Hauptursachen) entstehen.
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Die Adnexitis bedeutet für die Frau, einen oft langwierigen Krankheitsverlauf mit einer Beeinträchtigung sowohl des privaten als auch beruflichen Lebens. Eine bleibende Unfruchtbarkeit kann nicht ausgeschlossen werden. Eine Adnexitis ist meist die Folge einer Scheidenentzündung. Weitere Faktoren können dies zusätzlich begünstigen und einen Aufstieg der Erreger, meist Bakterien, in die Gebärmutter und Eileiter erlauben. Die Erkrankung beginnt plötzlich mit starken Unterbauchschmerzen, Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl. Durch eine rasch einsetzende konservative Behandlung können sowohl akute Komplikationen als auch ein Übergang in ein chronisches Stadium verhindert werden.

für das Entstehen einer Schwangerschaft auf natürlichem Weg, sind offene, funktionstüchtige Eileiter eine unabdingbare Voraussetzung. Falls wir nachweisen können, dass die Eileiter dauerhaft unbrauchbar oder verschlossen sind, fallen die Patienten in den IVF-Fonds, der 70% der Behandlungs- und Medikamentekosten für IVF oder ICSI übernimmt (nur wenn keine Tubenunterbindung vorgenommen wurde).

Die von manchen Stellen angebotene Rückoperation von verschlossenen Eileitern ist keine etablierte Methode. Die Schwangerschaftsraten nach Rückoperationen, sowohl der Samen- als auch Eileiter, sind extrem niedrig und benötigen stundenlange mikrochirurgische Eingriffe mit fraglichem Erfolg. Hingegen ist heutzutage Eine „klassische IVF-Behandlung“ Routine und bringt bis zu 45% Schwangerschaftsraten pro Versuch. Die erste Therapieform von unerfülltem Kinderwunsch bei verschlossenen Eileitern ist daher die IVF, bei verschlossenen Samenleitern die TESE/ ICSI.


Chlamydien - die heimliche Infektion

Die gute Nachricht vorweg: Eine Chlamydien-Infektion lässt sich leicht behandeln. Wichtig ist allerdings, dass sie rechtzeitig erkannt wird. Genau das ist oft das Problem: Die meisten Frauen stecken sich unwissentlich an.

Allein in Österreich schätzt man, dass zirka 100.000 Menschen diese Infektion im Körper tragen. Das heißt, von den Erwachsenen ist im Schnitt jeder Dreißigste betroffen, unter den Jugendlichen sogar jeder Sechzehnte. Chlamydien vermehren sich sehr langsam und oftmals beginnt der krankheitsverlauf beschwerdefrei. Ähnlich wie innere Pilze können sich diese Bakterien jahrelang im Organismus verborgen halten.

Wird die Körperabwehr jedoch geschwächt, beispielsweise über lange Zeit durch eine Krankheit oder extremen Stress, zeigt sich die heimliche Infektion. Bei Frauen sind häufige Unterbauchschmerzen ohne erkennbare Ursache, Zwischenblutungen und Ausfluss typische Anzeichen. Eine Chlamydien-Infektion kann zu dauerhaften Gesundheitsschäden und ernsten Krankheiten führen. Ein Beispiel: Bei etwa 40 % der Frauen, die sich mit Chlamydien angesteckt haben, gelangen die Bakterien bis zu den Eileitern. Dies ist bei etwa jeder fünften dieser Frauen der spätere Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch.


Untersuchung auf offene und verschlossene Eileiter:

Eileiter-Röntgen (Hysterosalpingographie):

Die Durchgängigkeit der Eileiter mittels eines Eileiter-Röntgens kann nach Ausschluss aller funktionellen Störungen überprüft werden. Bei dieser Untersuchung (ohne Narkose) wird ein Kontrastmittel über die Scheide in die Gebärmutter gespritzt und der Abfluss des Kontrastmittels über die beiden Eileiter in die Bauchhöhle in einer Serie von Röntgenbildern dokumentiert. Diese Untersuchung wird üblicherweise nach der Regelblutung durchgeführt.

HyCoSyPrüfung der Eileiterdurchgängigkeit:

Die Hystero-Salpingo-Kontrastmittelsonographie hat sich mit der englischen Bezeichnung als "HyCoSy" etabliert und bedeutet die Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit durch Ultraschall mit der Hilfe eines echogenen Kontrastmittels. Der Arzt der KinderWunschKlinik braucht eine Flüssigkeit, die man Echovist® 200 nennt und dazu einen speziellen Katheter. Mit diesen einfachen Mitteln ist die Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit ohne Narkose und Schmerzen ambulant in der Praxis möglich.
Verschlossene Eileiter - Eileiteruntersuchung

Da der Eileiter ein Organ ist, welches sich genauso wie der Darm zusammenziehen und wieder locker läßt kommt es vor, dass es genau im Moment des Einspritzens der Echovistlösung zu einer Verkrampfung des Eileiters kommt. Dies führt dazu, dass Ergebnisse verfäscht sein können. Nur die Aussage „Durchgängig“ kann somit mit hoher Wahrscheinlichkeit als sicher angenommen werden. Beim Ergebnis „nicht durchgängig“ ist Vorsicht geboten.

 

Bauchspiegelung (Laparoskopie):

Hysteroskopie und diagnostische Laparoskopie gelten heute als Methoden zur Abklärung organischer Ursachen bei Kinderwunschpatientinnen. Die Laparoskopie bietet die Möglichkeit, den gesamten Bauchraum, die Eileiter, Eierstöcke und äußere Gebärmutter zu inspizieren, sowie Abstriche von den Eileitern zum Ausschluss einer Infektion durch Bakterien oder Chlamydien zu entnehmen, und die Durchgängigkeit der Eileiter genauer zu prüfen. Mit dieser Untersuchung in Narkose können in einer Sitzung eine ganze Reihe möglicher Ursachen der Sterilität bestätigt oder aber ausgeschlossen und meist gleichzeitig behandelt werden (z. B. Myome, Verklebungen der Eileiter und krankhafte Veränderungen der Eierstöcke, Endometriose,).
Die diagnostische Laparoskopie wird üblicherweise mit einer Gebärmutterspiegelung kombiniert, um bei dieser Gelegenheit auch gleich die Gebärmutterhöhle abzuklären.
 
 
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